Helfer auf 4 Rädern: der Umzugswagen
Egal, ob Sie nur zwei Straßen weiterziehen oder in ein anderes Bundesland: einen Umzug zu Fuß hat wohl noch keiner erfolgreich über die Bühne gebracht. Und das eigene Auto, selbst wenn es eine Familienkutsche ist, ist meistens zu klein, als das es sich für den Transport von Möbeln und Kisten eignen würde – das umständliche Ein- und Auspacken und mehrfache Hin- und Herfahren würde zu viel Zeit (und Benzin) kosten. Ein richtiger Umzugswagen muss her.
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Kostenloser Umzugsrechner: Wie groß muss der Umzugswagen sein?
Transporter oder Umzugs-LKW?
Wenn Sie einen Umzugswagen mieten wollen, sollten Sie sich zuallererst zwei Fragen stellen:
- Was habe ich zu transportieren – wie groß muss also der Wagen sein?
- Welche Art Wagen darf ich überhaupt bedienen?
Wer den Führerschein Klasse B besitzt darf nämlich nur Wagen bis zu 3,5 Tonnen bedienen, die alte Klasse 3 erlaubt noch bis maximal 7,5 Tonnen.
Ob Sie einen Transporter oder einen Umzugs-LKW mieten, hängt aber nicht nur von Ihrer Fahrerlaubnis ab, sondern in erster Linie vom Umfang des Umzugsguts. Wenn Sie viele große, sperrige Möbel transportieren müssen, lohnt sich ein Umzugs-LKW, denn neben der größeren Ladefläche haben Sie hier auch keine störenden Radkästen, eine spezielle Halterung für Spanngurte und eine Hebebühne. Und gerade bei einem Umzug in eine andere Stadt vermeiden Sie mehrmaliges Hin- und Herfahren und damit auch Spritkosten und Zeit.
Ein Transporter ist für kleinere (Single-)Umzüge innerhalb einer Stadt genau das Richtige.
Liegen zwischen Ein- und Auszugsort große Distanzen, sollten Sie generell darauf achten, den Umzugswagen bei einer überregionalen Umzugsfirma anzumieten, dann können Sie den Transporter oder LKW direkt am neuen Wohnort abgeben und müssen nicht noch einmal zurück fahren.
Bei der Autovermietung: den Umzugswagen kennen lernen
Haben Sie sich für einen Umzugswagen entschieden, sollten Sie sich bei der Abholung den LKW oder Transporter genau erklären lassen:
- Wie funktioniert die Gangschaltung, die Betankung, die Hebebühne und ggf. die Verriegelung der Ladeklappe?
- Gibt es sichtbare Schäden am Wagen?
- Achten Sie auf die Tankfüllung und notieren Sie sich den Kilometerstand bei der Abholung und Abgabe.
- Sind Warndreieck und Erste-Hilfe-Kasten vorhanden und einsatzbereit? Wie lautet die Nummer vom Pannendienst der Vermietung?
Wichtig ist bei der Abholung auch, dass Sie alle Personalausweise und Führerscheine der eventuellen Fahrer dabei haben. Vor dem eigentlichen Umzug sollten Sie außerdem eine Probefahrt machen, um ein Gefühl für die Größe des Gefährts und das Rangieren zu bekommen.
Auf der Straße: sicheres Fahren mit dem Umzugswagen
Ein voll beladener Umzugswagen, egal ob Transporter oder LKW, verhält sich beim Fahren manchmal ganz anders, als der eigene Kleinwagen. Was Sie beachten sollten:
- Denken Sie an die Maße des Wagens – Höhe und Breite – sonst kann vor allem bei engen Einbahnstraßen oder Unterführungen schnell etwas schief gehen.
- Halten Sie ausreichend Abstand zum Wagen vor Ihnen, denn der Bremsweg des Umzugswagens ist erheblich länger, als der eines einfachen PKWs.
- Benutzen Sie beim Spurwechsel die Außenspiegel und denken Sie an den toten Winkel.
- Beim Rangieren sollten Sie sich von einer weiteren Person mit Handzeichen helfen lassen, die Sie vorher besprochen haben.
- Machen Sie bei längeren Strecken ausreichend Pausen und ggf. einen Fahrerwechsel!
Tipp: Um den Umzugswagen in Ruhe ein- und ausladen zu können, ist ein amtliches Halteverbot vor der alten und neuen Wohnung ratsam. Im Internet können Sie ein Halteverbot bestellen, so haben Sie damit keine zusätzliche Arbeit.
