Hilfreich: Urlaub für den Umzug

Wer umzieht, braucht Zeit: Vorbereitungen wie das Buchen eines Umzugswagens, aber auch Behördengänge und andere Erledigungen, die im Rahmen eines Umzugs anfallen, können oft nicht einfach nach Feierabend erledigt werden. Auch der eigentliche Umzug ist je nach Umfang manchmal nicht an einem einzigen Tag zu bewältigen.Gerade wenn Sie in Eigenregie umziehen, brauchen Sie mindestens ein bis zwei Urlaubstage, um alle anfallenden Arbeiten erledigen zu können. Bevor Sie nun aber einen Teil Ihres Jahresurlaubs für Ihren Umzug "opfern", sollten Sie sich informieren, ob Ihnen Sonderurlaub für den Umzug zusteht oder Sie mit Ihrem Chef darüber verhandeln können.

Tipp um Zeit und Urlaubstage zu sparen: Lassen Sie sich beim Umzug von einem Umzugsunternehmen helfen. Um das günstigste Unternehmen zu finden, können Sie online kostenlos und unverbindlich Angebote von Umzugsunternehmen aus Ihrer Region abfragen.

Gesetzlicher Anspruch auf Umzugsurlaub

Einen gesetzlichen Anspruch auf extra Urlaub für den Umzug haben alle, die aus betrieblichen Gründen umziehen müssen: Wenn Ihre Firma den Standort wechselt und Sie dadurch Ihre alte Wohnung aufgeben müssen, steht Ihnen nach dem Gesetz ein zusätzlicher Urlaubstag zu. Sind Sie im Öffentlichen Dienst beschäftigt, steht Ihnen laut §52 des Bundesangestelltentarifvertrags ein Sonderurlaub für den Umzug von ein bis drei Tagen zu. Als Beamter können Sie ebenfalls Umzugsurlaub beanspruchen: Wenn Sie ins Ausland versetzt werden oder innerhalb der letzten fünf Jahre mehrfach versetzt worden sind, stehen Ihnen bis zu drei Tage Umzugsurlaub zu - bei einer Versetzung innerhalb Deutschlands sind es ein bis zwei Tage zusätzlicher Urlaub für den Umzug. Vergessen Sie bei einem beruflichen Umzug auch nicht, dass Sie hier einen Großteil der Umzugskosten von der Steuer absetzen können!

Ziehen Sie aus privaten Gründen um (z.B. Umzug wegen Familienzuwachs oder um mit Ihrem Partner zusammenzuziehen), gibt es nach dem Bundesurlaubsgesetz keinen generellen, gesetzlich festgelegten Anspruch auf zusätzlichen Umzugsurlaub. Allerdings: Einige Branchentarifverträge sehen ein bis zwei freie Tage für den Umzug vor – ob Ihre Branche dazugehört, können Sie in Ihrer Personalabteilung, beim Betriebsrat oder auch bei der Gewerkschaft erfragen.

Erfolgreich um Umzugsurlaub verhandeln

Sollten Sie keinen Anspruch auf Sonderurlaub für den Umzug haben, können Sie trotzdem versuchen, mit Ihrem Chef zu verhandeln – in vielen Firmen werden aus Kulanz bei einem privaten Umzug der Mitarbeiter ein bis zwei Tage Umzugsurlaub gewährt. Es empfiehlt sich, in einem solchen Gespräch gleich nach zwei Tagen zu fragen – so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen zumindest ein Tag Umzugsurlaub genehmigt wird. Auch ist es ratsam zu argumentieren, dass zusätzlicher Umzugsurlaub einen schnellen und stressfreien Umzug gewährleistet und Sie so schneller wieder effizient und konzentriert arbeiten können. Und wenn Sie ohnehin gerade ein Projekt erfolgreich abgeschlossen haben, ist dies eine gute Basis, um in einem Gespräch nach zusätzlichem Urlaub für den Umzug zu fragen!